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Digital Design Sprint

Digitalen Wissenstransfer gemeinsam gestalten

Der Politics for Tomorrow Digital Design Sprint bringt Akteure aus Politik, Technologie und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam zu erarbeiten, wie eine digitale Inspirationsplattform für ko-kreatives Arbeiten in Politik und Verwaltung aussehen könnte. Das Format bietet einen experimentellen Rahmen, in dem Methoden aus dem Human Centered Design und Design Thinking unter professioneller Begleitung unseres interdisziplinären Moderationsteam angewendet werden.

P4T DDS Website2

Der Design Sprint ist ein Veranstaltungsformat, das die Möglichkeit bietet, innovative Methoden in einem gemeinsamen Lernraum zu nutzen. Der Designprozess besteht aus vier Hauptphasen: entdecken, strukturieren, entwerfen, anpassen. Die Teilnehmer arbeiten in kleinen Gruppen. Jede Gruppe wird zum „Designteam“, die Teilnehmer verstehen sich selbst als echtes Team, das gemeinsam einen wertvollen Service oder ein Produkt für eine bestimmte Zielgruppe entwirft.

Wann: 22. Juni 2017, 10-18 Uhr plus anschließendes Abendessen und
23. Juni 2017, 10-16 Uhr mit abschließendem „Get together“
Wo: Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), Potsdam
Wie: Anmeldung bis 10. Juni 2017 unter hello@politicsfortomorrow.de, die Plätze sind auf ca. 30 Personen limitiert

Teilnahmegebühren: Regulär: 250 €, Politik & Verwaltung: 50 €*
*Personen aus Politik und Verwaltung können wir nach Absprache eine kostenlose Teilnahme ermöglichen.

Während der „Entdeckungsphase“ werden Fragen identifiziert und im nächsten Schritt Erkenntnisse strukturiert und gemeinsam eine konkrete Herausforderung definiert. Während der Entwurfsphase werden kreative Ideen und Prototypen durch einen strukturierten Austausch mit anderen entwickelt. Während der Anpassungsphase können Lösungen direkt von den Teilnehmern der anderen Teams getestet und für eine Iteration vorbereitet werden.

Der P4T Digital Design Sprint erzielt einen Dreiklang aus Inspiration, Austausch und Befähigung, der es Menschen aus Politik und Verwaltung ermöglicht, ausgewählte Inhalte und Prozesse ihrer Arbeit ko-kreativ und innovativ zu gestalten.

Inspiration – Sehen, was möglich ist

Die digitale Transformation und neue Arbeitsformen bieten interessante Möglichkeiten für die Politikgestaltung und stellen gleichzeitig auch Herausforderungen dar. Durch den P4T Digital Design Sprint erfahren Menschen aus Politik und Verwaltung, was hinter Modebegriffen steht und wie die neuen Trends auf bestehenden Plattformen wie dem OECD Observatory for Public Sector Innovation oder Design for Europe gesammelt und strukturiert werden. In kurzen Inputs werden internationale Beispiele innovativer (sozial und technologisch) Politikgestaltung vorgestellt.

Austausch – Von- und miteinander lernen

Zunehmende gesellschaftliche Komplexität stellt die althergebrachte Praxis der Politikgestaltung auf den Prüfstand. Ohne Einbezug verschiedener Stakeholdergruppen (bspw. Expert*innen, Zivilgesellschaft, Industrie) können komplexe Zukunftsprobleme kaum angegangen werden. Die im P4T Digital Design Sprint genutzten Methoden aus dem Bereich des Designs wurden entwickelt, um Menschen aus verschiedenen Disziplinen und mit unterschiedlichen Hintergründen eine zielführende Kollaboration zu ermöglichen.

Befähigung – Neue Handlungsoptionen entwickeln

Das Zusammenleben in einer globalisierten und digitalen Welt führt zu einer hohen Veränderungsdynamik, die vorhandene politische Instrumentarien auf den Prüfstand stellt. Gleichzeitig nehmen die Gestaltungsimpulse aus der Zivilgesellschaft zu und somit auch die Forderung nach mehr Transparenz, Partizipation, Verantwortlichkeit und Kommunikation. Daher sind neue Herangehensweisen erforderlich, die den veränderten Bedarfen der Politikgestaltung gerecht werden und neue Handlungsräume eröffnen. Der Digital Design Sprint bietet einen Lernraum, in dem Innovationsmethoden aus dem Design-Thinking-Bereich angewandt kennengelernt werden.

Kontext des P4T Digital Design Sprint

Der P4T Digital Design Sprint ist Teil eines übergeordneten Projekts, das sich zum Ziel gesetzt hat, innovative Ansätze der Politikgestaltung aufzuzeigen und in die Breite zu bringen. Geplant ist die Umsetzung einer digitalen Inspirationsplattform, die als Wissensressource für innovative Politikgestaltung im deutschsprachigen Raum dienen soll. Diese wird in Kooperation mit vergleichbaren Initiativen aus der Schweiz (staatslabor) und Österreich (Innovation in Politics Institute) durchgeführt. Unterstützt wird die technische Umsetzung der Plattform durch die Hans-Sauer-Stiftung und deren inhaltliche Entwicklung durch die  Heinrich-Böll-Stiftung. Fokus der Plattform ist es, innovative Fallbeispiele aus Politik und Verwaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu versammeln und diese sichtbar zu machen. Diese können bspw. durch ein Literaturverzeichnis zum Thema innovative Politikgestaltung und ein Methodenset, das in die konkrete Anwendung einführt, ergänzt werden.

Im Rahmen dieses Projekts möchte Politics for Tomorrow im Sinne des ko-kreativen Arbeitens gemeinsam mit den relevanten Nutzergruppen das Konzept für die Plattform entwickeln. Dies soll in Form des P4T Digital Design Sprints geschehen.

 

Ziele des P4T Digital Design Sprint

Die Teilnehmenden des P4T Digital Design Sprints profitieren von einer Weiterbildung, die mehrere Ebenen anspricht:

Methodische Einführung: Die Teilnehmenden arbeiten hierfür aktiv mit ko-kreativen Methoden, wie Design Thinking und lernen diese gleichzeitig kennen.

Wissenstransfer: Technologie-Expert*innen stellen in kurzen Inputs aktuelle Themen vor. Angefacht sind Inputs zu Trends wie Blockchain oder Open Data.

Kooperative Entwicklung der Inspirationsplattform: In Kleingruppen wird unter Berücksichtigung der technologischen, kreativen und politischen Inputs an einer digital basierten Wissensressource zu ko-kreativen Prozessen und Methoden für Politiker*innen gearbeitet.

Der P4T Digital Design Sprint verknüpft zielgerichtet und systematisch den Input der Referierenden mit den praktischen Anteilen aus den Arbeitsgruppen.