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Digital Design Sprint

Digitalen Wissenstransfer gemeinsam gestalten

Beim Politics for Tomorrow Digital Design Sprint haben Akteure aus Politik, Technologie und Zivilgesellschaft gemeinsam erarbeitet, wie eine digitale Inspirationsplattform für ko-kreatives Arbeiten in Politik und Verwaltung aussehen könnte. Das Format bot einen experimentellen Rahmen, in dem Methoden aus dem Human Centered Design und Design Thinking unter professioneller Begleitung unseres interdisziplinären Moderationsteam angewendet wurden. Einblick in die Dokumentation gibt es hier.

P4T DDS Website2

Der Design Sprint ist ein Veranstaltungsformat, das die Möglichkeit bietet, innovative Methoden in einem gemeinsamen Lernraum zu nutzen. Im Dreiklang aus Inspiration, Austausch und Befähigung, ermöglicht dieses Format Menschen aus Politik und Verwaltung, ausgewählte Inhalte und Prozesse ihrer Arbeit ko-kreativ und innovativ zu gestalten. Der Designprozess besteht aus vier Hauptphasen: entdecken, strukturieren, entwerfen, anpassen. Die Teilnehmer arbeiten in kleinen Gruppen. Jede Gruppe wird zum „Designteam“, die Teilnehmer verstehen sich selbst als echtes Team, das gemeinsam einen wertvollen Service oder ein Produkt für eine bestimmte Zielgruppe entwirft.

 

Während der „Entdeckungsphase“ werden Fragen identifiziert und im nächsten Schritt Erkenntnisse strukturiert und gemeinsam eine konkrete Herausforderung definiert. Während der Entwurfsphase werden kreative Ideen und Prototypen durch einen strukturierten Austausch mit anderen entwickelt. Während der Anpassungsphase können Lösungen direkt von den Teilnehmern der anderen Teams getestet und für eine Iteration vorbereitet werden.

Inspiration – Sehen, was möglich ist

Die digitale Transformation und neue Arbeitsformen bieten interessante Möglichkeiten für die Politikgestaltung und stellen gleichzeitig auch Herausforderungen dar. Durch den P4T Digital Design Sprint erfahren Menschen aus Politik und Verwaltung, was hinter Modebegriffen steht und wie die neuen Trends auf bestehenden Plattformen wie dem OECD Observatory for Public Sector Innovation oder Design for Europe gesammelt und strukturiert werden. In kurzen Inputs werden internationale Beispiele innovativer (sozial und technologisch) Politikgestaltung vorgestellt.

Austausch – Von- und miteinander lernen

Zunehmende gesellschaftliche Komplexität stellt die althergebrachte Praxis der Politikgestaltung auf den Prüfstand. Ohne Einbezug verschiedener Stakeholdergruppen (bspw. Expert*innen, Zivilgesellschaft, Industrie) können komplexe Zukunftsprobleme kaum angegangen werden. Die im P4T Digital Design Sprint genutzten Methoden aus dem Bereich des Designs wurden entwickelt, um Menschen aus verschiedenen Disziplinen und mit unterschiedlichen Hintergründen eine zielführende Kollaboration zu ermöglichen.

Befähigung – Neue Handlungsoptionen entwickeln

Das Zusammenleben in einer globalisierten und digitalen Welt führt zu einer hohen Veränderungsdynamik, die vorhandene politische Instrumentarien auf den Prüfstand stellt. Gleichzeitig nehmen die Gestaltungsimpulse aus der Zivilgesellschaft zu und somit auch die Forderung nach mehr Transparenz, Partizipation, Verantwortlichkeit und Kommunikation. Daher sind neue Herangehensweisen erforderlich, die den veränderten Bedarfen der Politikgestaltung gerecht werden und neue Handlungsräume eröffnen. Der Digital Design Sprint bietet einen Lernraum, in dem Innovationsmethoden aus dem Design-Thinking-Bereich angewandt kennengelernt werden.

Kontext des P4T Digital Design Sprint

Der P4T Digital Design Sprint war Teil eines übergeordneten Projekts, das sich zum Ziel gesetzt hat, innovative Ansätze der Politikgestaltung aufzuzeigen und in die Breite zu bringen. Geplant ist die Umsetzung einer digitalen Inspirationsplattform, die als Wissensressource für innovative Politikgestaltung im deutschsprachigen Raum dienen soll. Diese wird in Kooperation mit vergleichbaren Initiativen aus der Schweiz, staatslabor und Österreich, Innovation in Politics Institute durchgeführt. Unterstützt wird die technische Umsetzung der Plattform durch die Hans-Sauer-Stiftung und deren inhaltliche Entwicklung durch die  Heinrich-Böll-Stiftung. Fokus der Plattform ist es, innovative Fallbeispiele aus Politik und Verwaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu versammeln und diese sichtbar zu machen. Diese können bspw. durch ein Literaturverzeichnis zum Thema innovative Politikgestaltung und ein Methodenset, das in die konkrete Anwendung einführt, ergänzt werden.